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Methodik

Unterschiedliche GFA- Konzepte sind in verschiedenen Ländern entwickelt worden. Einige werden hier beschrieben...

Das Bielefelder Modell
(The Bielefeld model of environmental health impact assessment)

Das Bielefelder Modell wurde von Forschern der Universität Bielefeld (Deutschland) in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW (Nordrhein Westfalen) entwickelt, um die Beachtung von möglichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit (Public Health) innerhalb einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu verbessern.

Das Modell wurde zur Bewertung unterschiedlicher Projekte entworfen und kann auf verschiedene lokale Gegebenheiten angewendet werden. Der Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Gesundheit. Das Modell wird in Projekten, welche nach deutscher Gesetzgebung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen, angewandt.

3 wichtige Elemente :

-  Analyse des Status quo
-  Voraussagung der Auswirkungen
-  Bewertung der Auswirkungen

Das Bielefelder Modell umfasst zehn Phasen.

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Das Merseyside Modell
(The Merseyside model)

Das Merseyside Modell wurde vom Liverpool Public Health Observatory (LPHO) 1997 entwickelt. Im Gegensatz zum Bielefelder Modell und anderen, konzentriert sich das Modell nicht nur auf die physische Umwelt, sondern berücksichtigt auch sozioökonomische und kulturelle Aspekte bei der Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA).

Das Modell kommt in folgenden Strukturen zur Anwendung : Regionale und lokale Regierungen, dem Gesundheitswesen und anderen Organisationen, die vom öffentlichen Gesundheitswesen tangiert sind.

Das Merseyside Modell unterscheidet ganz klar zwischen Verfahren und der Methodik einer Gesundheitsfolgeabschätzung (GFA). Das Modell beinhaltet 5 Phasen : Erkennen, Bildung einer Arbeitsgruppe, Bewertung, Verhandlung, weiteres Vorgehen und Bewertung.

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Das Schwedische Modell
(The Swedish County Councils model)

Das Modell wurde gemeinschaftlich von den Vereinigungen schwedischer Provinzverwaltungen und der nationalen Regierung als ein Element der Öffentlichen Gesundheit (Public Health) entwickelt.

Ziel dieses Modells ist, ein Instrument zur Verfügung zu haben, welches erlaubt, Gesundheitsfolgen von politischen Entscheidungen auf der lokalen und regionalen Ebene insbesondere in nicht gesundheitlichen Bereichen abzuschätzen. Die Auswahl an Entscheidungen, welche durch das Modell analysiert werden können, ist unabhängig von der Gesetzgebung zur Umweltverträglichkeitsprüfung oder anderen.

Somit kann das Modell sowohl für eine schnelle Beurteilung einer grossen Anzahl Politiken als auch für eine detaillierte Bewertung verwendet werden.

Nach dem schwedischen Modell müsste eine GFA von den Entscheidungsträgern der Exekutive durchgeführt werden. Zur Unterstützung sind Experten anwesend, um Fragen der Politiker zu beantworten. Das schwedische Modell beachtet insbesondere wirtschaftliche, kulturelle und politische Aspekte einer GFA.

Die Methode setzt sich aus drei Werkzeugen zusammen :

1. Die Gesundheitsfrage (the health question) erlaubt Projekte zu selektionieren, die eine potentielle Wirkung auf die Gesundheit haben.

2. Die Gesundheitsmatrix (the health matrix) erlaubt Auswirkungen einer politischen Entscheidung, deren Dauer und ihren Effekt für speziell betroffene oder gefährdeter Gruppen sowie für die gesamte Bevölkerung abzuschätzen.

3. Die Gesundheitsanalyse (health impacts analysis) anhand Schlüsselfragen liefert eine gemeinsame Basis der Entscheidungsfindung für eine GFA.

Das schwedische Modell bietet zahlreiche Vorteile wie seine Benutzerfreundlichkeit, die Integration von Bedürfnissen empfindlicher /gefährdeter Bevölkerungsgruppen etc. Diese Vorteile lassen sich dadurch erklären, dass die vorgängige Beurteilung, durch Entscheidungsträger und nicht durch Fachleute gemacht wird.

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Das Britisch- Kolumbien Modell
(The British Columbia Model)

Bereits 1991 beschliesst das Gesundheitsministerium von Britisch- Kolumbien, dass jedes neue Programm, jede Politik oder Gesetzgebung auf seine Gesundheitsauswirkungen analysiert und diskutiert werden muss. Zwei Jahre später, 1993 wurde bereits die erste Gesundheitsfolgenabschätzung auf Kabinetts-Ebene des Gesundheitsministeriums angewendet.

Im gleichen Jahr wurde im Bericht zur Gesundheitspolitik von Britisch-Kolumbien „New Direktionen healthy for British Columbia“ die GFA erwähnt. Anschliessend hat das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit anderen Ministerien Instrumente zur Umsetzung der GFA ausgearbeitet. Nicht zuletzt wurden Instrumente hinsichtlich sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte der Gesundheit entwickelt, welche Entscheidungsträgern bei der Identifizierung der entsprechenden Auswirkungen ihrer Politiken helfen sollen.

Das Gesundheitsministerium veröffentlicht 1994 ein „Werkzeugkasten“ mit 11 Fragen, welche die Hauptfaktoren der Gesundheit ansprechen und allen Departementen helfen, die Auswirkungen ihrer Politik auf die Gesundheit zu identifizieren. Jede der 11 Fragen fokussiert ein Gesundheitsziel, welche mit Gesundheitsdeterminanten hinterlegt sind. Das Britisch- Kolumbien Modell hat den Vorteil, dass die Politik eingebunden wird und dass Nicht- Gesundheitsbereiche/sektoren auf die Gesundheitauswirkungen ihrer Entscheide sensibilisiert werden.

Obwohl die Einbindung des politischen Engagements in diesem Modell einen grossen Vorteil darstellt, so besteht eine Schwäche darin, dass die GFA ungenügend in den Verwaltungen, insbesondere jener der Gesundheit, institutionalisiert ist.

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Das Wales Modell
(The Wales Model)

Die walisische Regierung ist eine der aktivsten, europäischen Exekutiven in der Durchführung von GFA’s. Der intersektorielle Ansatz des Wales Modells wird von mehreren Ministerien, wie jenem der Gesundheit, des Sozialen, der Landwirtschaft, der ländlichen Entwicklung, der Finanzen, sowie den Ministerien für Umwelt und Bildung angewendet. Im Gegensatz zu den anderen schreibt das Wales Modell weder Vorgehen, Methode noch Analyse vor. Es werden nur Vorschläge für eine effektive Wahl einer GFA- Methode gemacht.

Die Ratschläge sind :
-  ein GFA- Prozess soll begleitend/wiederholend sein
-  eine GFA dient dazu, die Entscheidungsfindung zu verbessern
-  eine GFA darf den Entscheidungsfindungsprozess nicht verlangsamen
-  die Beurteilung von Auswirkungen einer Maßnahme erfordert eine Analyse der Anfangsbedingungen der beobachteten Faktoren und deren Auswirkungen sowie den Folgen bei einer möglichen Zunahme oder Senkung der genannten Bedingungen
-  die Auswahl einer GFA- Methode muss vom Willen getragen werden, dem Entscheidungsprozess einen Mehrwert zu erbringen.

Das Ziel des Wales Modell besteht darin, ein benutzerfreundliches, vielseitiges Werkzeug anzubieten. Es sieht die Teilnahme an einem GFA- Prozess bereits als eine Schlüsseletappe an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduktion von Ungleichheiten bezüglich dem Zugang zum Gesundheitwesen und zu Gesundheit.

Die Durchführung von GFA’s ist einem Institut der Hochschulen Wales übertragen worden. Um weitere Kenntnisse zu sammeln arbeitet Wales mit dem Europäischen Institut für Public Health (IESP) zusammen.

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